Hartnäckige Kalkreste in den Fugen des Bades sind meist eine Mischung aus mineralischen Ablagerungen und feinen Schmutzpartikeln, die sich tief in die poröse Struktur der Fugenmasse gefressen haben. Bevor Sie zu aggressiven Mitteln greifen, sollten Sie die betroffenen Stellen gründlich mit warmem Wasser und einer weichen Bürste vorbehandeln, um lose Rückstände zu entfernen. Für den ersten gezielten Versuch beim fugen reinigen eignet sich eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser, die Sie dick auf die Kalkränder auftragen und zwanzig Minuten einwirken lassen. Anschließend schrubben Sie die Fläche mit einer mittelharten Nylonbürste in kreisenden Bewegungen, wobei Sie immer wieder leicht anfeuchten. Diese mechanische Unterstützung ist entscheidend, denn reine Chemie löst den festen Kalkverbund oft nicht vollständig auf, wenn Sie nicht gleichzeitig die gelösten Partikel von der Oberfläche lösen.

Sollte diese Methode nicht ausreichen, weil die Kalkkrusten bereits sehr dick oder mehrschichtig sind, müssen Sie zu einem säurehaltigen Hausmittel wechseln, das jedoch mit Bedacht dosiert werden muss. Verdünnte Zitronensäure oder Essigessenz im Verhältnis eins zu drei mit Wasser gemischt, wirken deutlich schneller, greifen aber auch Zementfugen an, wenn Sie sie zu lange einwirken lassen. Tragen Sie die Lösung mit einem Pinsel nur auf die betroffenen Fugenlinien auf und lassen Sie sie maximal zehn Minuten wirken, bevor Sie mit der Bürste arbeiten. Wichtig ist, dass Sie während dieser Prozedur für gute Belüftung sorgen, da die Dämpfe reizen können. Nach dem Schrubben spülen Sie die Fläche gründlich mit klarem Wasser ab und neutralisieren die Säure mit einer milden Seifenlauge. dieser Ratgeber diesen Vorgang beim fugen reinigen bei Bedarf nach einigen Stunden, statt die Einwirkzeit zu verlängern, um die Fugenstruktur nicht dauerhaft zu schädigen.
Wenn die Kalkreste selbst nach mehreren Durchgängen nicht weichen wollen, liegt die Ursache oft in einer mikroskopisch aufgerauten Fugenoberfläche, die den Kalk fest verankert. Hier hilft ein sehr feines Schleifvlies oder ein Radierer für harte Oberflächen, den Sie vorsichtig und nur mit leichtem Druck einsetzen, um das Fugenmaterial nicht abzutragen. Alternativ können Sie eine konzentrierte Lösung aus warmem Wasser und einem Spülmittel-Trick nutzen, indem Sie das Gemisch aufkochen und mit einem Schwamm direkt auf die Fuge drücken, sodass die Wärme den Kalk von innen sprengt. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist, dass Sie nach der Reinigung jede Fuge gründlich trocknen und anschließend mit einem fusselfreien Tuch nachpolieren. Für die Zukunft sollten Sie nach dem Duschen die Fliesen mit einem Abzieher entfeuchten, damit sich gar nicht erst neue Kalkschichten bilden können. Planen Sie regelmäßig, etwa alle zwei Wochen, eine kurze Grundreinigung der Fugen mit einer milden Bürste ein, dann bleibt Ihnen dieser aufwendige Kampf gegen den Kalk dauerhaft erspart. Ihr regelmäßiges fugen reinigen wird so zur einfachen Routine statt zur Geduldsprobe.