Hohlstellen unter Fliesen entstehen fast immer durch einen zu dünnen oder ungleichmäßig aufgetragenen Kleber, der nach dem Andrücken der Fliese nicht den gesamten Untergrund benetzt. Um dies im Neubau von vornherein zu verhindern, sollten Sie zunächst den Untergrund gründlich prüfen: Er muss absolut eben, tragfähig, staubfrei und frei von Rissen sein. Unebenheiten gleichen Sie vor dem eigentlichen fliesen verlegen mit einer geeigneten Spachtelmasse aus, denn nur so erreichen Sie eine gleichmäßige Kleberschichtdicke. Tragen Sie den Fliesenkleber anschließend sowohl mit der glatten Seite der Zahnkelle auf, um eine Grundhaftung zu erzeugen, als auch mit der gezahnten Seite, um die charakteristischen Kleberrillen zu ziehen. Entscheidend ist die Wahl der richtigen Zahnung: Bei großformatigen Fliesen benötigen Sie eine größere Zahntiefe als bei kleinen Formaten, damit der Kleber nicht zu früh abbindet und die Fliese vollflächig aufliegt. Arbeiten Sie immer nur so große Teilflächen ab, wie Sie in etwa zehn bis fünfzehn Minuten bekleben können, da der Kleber sonst eine Haut bildet und keine Verbindung mehr eingeht.
Beim eigentlichen Verlegen der Fliese dürfen Sie nicht sparsam mit dem Kleber umgehen, denn eine häufige Ursache für Hohlstellen ist das sogenannte "Buttering- Verfahren", bei dem nur die Fliesenrückseite bestrichen wird, ohne den Boden ausreichend vorzubereiten. Wesentlich sicherer ist die Kombination aus beidseitigem Auftrag: Ziehen Sie den Kleber auf dem Boden ab und bestreichen Sie zusätzlich die Rückseite der Fliese mit einer dünnen Schicht frischen Klebers, sogenanntem "Schmalz". Dies gleicht minimale Höhendifferenzen aus und verhindert, dass Lufttaschen eingeschlossen werden. Setzen Sie die Fliese dann mit einer leichten Drehbewegung ein und drücken Sie sie mit beiden Händen oder einem Gummihammer gleichmäßig an. https://baugeschaeft-roesler.de/ die Fliese dabei niemals hin und her, da dies den Kleber aufreißt und Hohlräume erzeugt. Ein entscheidender Punkt ist auch das regelmäßige Überprüfen des Kleberauftrags: Heben Sie nach dem Andrücken eine Probefliese kurz an, um zu sehen, ob der Kleber mindestens achtzig Prozent der Rückseite benetzt. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie entweder mehr Kleber auftragen oder die Zahnung vergrößern, bevor Sie mit dem fliesen verlegen fortfahren.

Um Hohlstellen nachträglich sicher auszuschließen, sollten Sie außerdem auf die korrekte Konsistenz des Klebers achten, denn ein zu dünn angerührter Kleber sackt ab und hinterlässt Lufteinschlüsse, während ein zu steifer Kleber sich nicht gleichmäßig verteilen lässt. Rühren Sie den Kleber daher strikt nach den Herstellerangaben an und lassen Sie ihn nach dem Anmischen etwa fünf Minuten ruhen, bevor Sie ihn erneut durchrühren. Wickeln Sie die fertig verlegten Fliesen für die ersten Stunden nicht in Folie, sondern lassen Sie sie offen abbinden, damit Feuchtigkeit gleichmäßig entweichen kann. Vermeiden Sie es zudem, während der Trocknungszeit auf frisch verlegte Fliesen zu treten oder sie zu belasten, da dies zu Mikrobewegungen führt, die den Verbund brechen und später als Hohlstelle hörbar werden. Wenn Sie diese Hinweise konsequent befolgen, also den Untergrund exakt vorbereiten, den Kleber in ausreichender Menge und korrekter Konsistenz mit der passenden Zahnung auftragen und die Fliesen mit drehender Bewegung vollflächig andrücken, werden Sie nach dem Verlegen beim Abklopfen mit einem Gummihammer keinen hohlen Klang feststellen. Gerade im Neubau, wo sich der Estrich noch setzen kann, lohnt es sich, zwischen Estrich und Fliese eine Entkopplungsbahn einzulegen, die Spannungen aufnimmt und so Risse und Ablösungen von vornherein verhindert – ein kleiner Mehraufwand, der sich durch ein dauerhaft sicheres, hohlstellenfreies Ergebnis auszahlt.